Du Weihnachtszeit, bist wieder verschwunden, so schnell wie du gekommen bist. Hast uns gestresst und halb verrückt gemacht mit deinen Wünschen, Träumen, Forderungen…
Versteckst dich hinter irgendeiner Ecke, um dann bald wieder hervor zu spicken. Schickst uns kleine, grelle Gedankenblitze, um uns daran zu erinnern, dass Du Dich bald wieder in unseren Herzen breit machst.
Du Weihnachtszeit, bist unverschämt in deinem Überfluss. Strahlst hell mit 1000 LED‘s in Straßen, Bäumen, Ladenfenstern. Blendest uns mit deiner Gier, benebelst unsere Sinne mit deinem Kaufrausch. Wir folgen dir wie brave Jünger und wenn wir im Januar erwachen, schütteln wir die Köpfe über unseren Unverstand und unsere Sucht.
Verschone uns …
Du Weihnachtszeit, lass dich nur nicht so schnell wieder blicken. Verschone uns so lang es geht. Doch bald schon, fürchterlich, trittst du auf die Bühne. In Gestalt einer Spekulatiuspackung stehst du bereits Anfang September in den Regalen und nervst uns: Nimm mich mit!
Du Weihnachtszeit, wo steckst du nur? So wie früher, bescheiden und besinnlich. Kann mich gut erinnern und weißt du was? Ich vermisse dich!
Ralf Strecker XII/2019
Neueste Kommentare